Orchideen brauchen alle 2–3 Jahre ein neues Substrat. Pinienrinde verrottet, Sphagnum wird kompakt, Wurzeln drücken aus dem Topf. Wer den Zeitpunkt verpasst, riskiert Wurzelfäule. Der richtige Termin hängt von der Gattung ab — und vom Zustand der Wurzeln, nicht vom Kalender.
Drei Indikatoren sagen unabhängig vom Zeitplan: jetzt umtopfen.
Wer nach dem Beschnitt mehr als die Hälfte der Wurzeln verloren hat, sollte die Pflanze in Sphagnum-Moos statt in Rinde setzen — feuchteres Erholungs-Klima.
3 bis 7 Tage nicht gießen. Danach zurück zur normalen Bewässerung. Düngen erst nach 4 Wochen wieder, wenn Wurzeln gesund sind. Halbschattig stellen, direkte Mittagssonne meiden.
Nur im Notfall — wenn das Substrat verrottet ist und Wurzeln faulen. Sonst wartet man auf die Phase nach der Blüte. Knospen können sonst abgeworfen werden.
Bei Phalaenopsis ist der Zeitpunkt flexibler als bei anderen Gattungen — ganzjährig möglich, außer in den 4 bis 6 Wochen, in denen sich eine neue Blühscheide bildet. Klassischer Termin: nach der Blüte im Frühjahr.
Empfehlenswert für Phalaenopsis und alle Gattungen, deren Wurzeln Licht für die Photosynthese nutzen. Auch praktisch zur Kontrolle der Wurzelfarbe (silbrig = gießen). Für Paphiopedilum oder Cymbidium nicht zwingend.
Alle toten Wurzeln großzügig entfernen, Schnittstellen mit Zimt bestäuben. Pflanze in feuchtes Sphagnum-Moos setzen statt in Rinde. Transparenter Topf, halbschattig, 6–10 Wochen Geduld bis neue Wurzeln entstehen.
Nicht vor 4 Wochen. Düngerlösung greift offene Schnittstellen an. Dann mit halber Konzentration anfangen, nach 8 Wochen normale Dosis.
Eine Größe größer als der alte. Wer von einem 12-cm-Topf direkt in einen 18-cm-Topf wechselt, riskiert dauerhafte Feuchtigkeit im Substrat-Überschuss und Wurzelfäule.
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